if its on teh interweb it must be true

30. Mai 2008

Web 2.0 Literatur

Gespeichert unter: literaturempfehlung, web 2.0 — Schlagworte: , , , , , — Peter @ 9:34

Bernhard Rieder macht sich in einem Posting Gedanken über aktuelle Web 2.0 Literatur und über deren wissenschaftliche Relevanz: dass sie nämlich wenig Neues bringt, speziell aus wissenschaftlicher Sicht und eher im populärwissenschaftlichen Teil des Bücherregals zu finden ist. Anlass dafür ist Clay Shirky’s aktuelles Buch “Here Comes Everybody: The Power of Organizing without Organizations”.

The book is part of an every growing pile of Web 2.0 literature that could be qualified as “popular science” – easily digestible titles, generally written by scholars or science journalists, which are generally declaring the advent of a new age where old concepts no longer apply and everything is profoundly transformed (knowledge, education, the economy, thinking, wisdom, organization, culture, journalism, etc.).

Bernhard fasst „seine Probleme“ mit dieser Literaturgattung in sechs treffenden Thesen zusammen. Ich habe mich in letzter Zeit nicht sehr intensiv mit Web 2.0 Literatur beschäftigt, kann die Kritik (vielleicht gerade deshalb) aber sehr gut nachvollziehen. Beim browsen durch die Buchhandlungen ergibt sich auch bei mir zu oft der Eindruck bzw. die Erinnerung an Bücher wie Nicholas Negropontes Total Digital oder Esther Dysons Release 2.0 – Die Internet-Gesellschaft. Diese Bücher waren vieleicht in Management- und Entscheider- Kreisen wichtig, für ein wissenschaftliches Publikum aber weitgehend irrelevant.

Bernhards Literaturtipp: “Digital Formations” von Robert Latham und Saskia Sassen

Kalifornische Ideologie

Gespeichert unter: literaturempfehlung, ressourcen, theorie, web 2.0 — Schlagworte: , , — Peter @ 8:55

Wie bei unserem letzten Treffen erwähnt, ist „Die Kalifornische Ideologie“ von Richard Barbrook und Andy Cameron für mich einer der Basistexte zum gesellschaftlichen Framing des Internet. Quasi als Reaktion auf die Unabhängigkeitserklärung des Cyberspace von J.P. Barlow und Co , zeigt der Text viel auf, was uns wenige Jahre später bei Facebook plötzlich wieder überrascht hat.

28. Mai 2008

Vortrag von Michael Gurstein zu Community Informatics

Gespeichert unter: konferenzen — Schlagworte: — philbu @ 6:28

Am 2. Juni 2008 veranstaltet die Österreichische Computer Gesellschaft (OCG) gemeinsam mit dem Graduiertenzentrum der Fakultät für Sozialwissenschaften der Universität Wien einen Vortrag von Dr. Michael Gurstein (Executive Director of the Centre for Community Informatics Research, Development and Training, Vancouver, Canada), einem der Begründer der Community Informatics.

Der Vortagstitel lautet „What is Community Informatics and Why Does it Matter?“

Das Forschungsfeld Community Informatics gewinnt nicht nur im angloamerikanischen Sprachraum zusehends an Bedeutung. Community Informatics beschäftigt sich unter anderem mit dem Design und den
Anwendungen von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT), um Prozesse der Vergemeinschaftung zu fördern und gesamtgesellschaftliche Ziele, wie die Überwindung der „Digitalen Spaltung/Kluft“, zu erreichen. Die Community Informatics erforscht Wege, die enormen Möglichkeiten der
Internet-Konnektivität zu einem echten Mehrwert für verschiedene Gemeinschaften zu machen, seien diese nun lokal, regional, global oder virtuell. Dabei ist die Community Informatics stets bestrebt auf die
jeweiligen Bedürfnisse und Interessen von spezifischen geographischen und soziokulturellen Gemeinschaften und Gebieten einzugehen.

Im Rahmen des Vortrags wird erläutert, was bei der Vernetzung unterschiedlicher Gemeinschaften zu beachten ist und welche Aspekte bei der Entwicklung neuer IKT für Gemeinschaften zu berücksichtigen sind.
Außerdem wird anhand konkreter Beispiele die praxisnahe Anwendung der Community Informatics veranschaulicht.

Links:
http://en.wikipedia.org/wiki/Michael_Gurstein
http://en.wikipedia.org/wiki/Community_informatics
http://www.communityinformatics.net/

Der Vortrag findet am 2. Juni 2008 um 17 Uhr im Heinz Zemanek Saal der Österreichischen Computer Gesellschaft, Wollzeile 1-3, 1010 Wien, statt.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos, um eine Anmeldung wird gebeten unter: http://www.ocg.at/kultur/kulforms/anmeldung.php

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